Das Gasthaus „Zur Rast am Wirselbach“ liegt im Herzen von Tannfeld, unweit von Morgas Hütte und dem kleinen Dorfplatz. Es handelt sich um ein robust gebautes Fachwerkhaus mit strohgedecktem Dach und einem hölzernen Schild über der Eingangstür. Auf dem Schild prangt ein gemalter Krug, umgeben von grünen Ranken – eine Anspielung auf den nahegelegenen Wirselbach, dessen Wasser das Dorf belebt und unter anderem die Mühle Ugoswatter antreibt.
Im Inneren empfängt die Gäste eine warme, rustikale Atmosphäre. Dicke Holzbalken stützen die Decke, und an den Wänden hängen Jagdtrophäen, alte Dorfurkunden und gerahmte Zeichnungen früherer Dorfszenen. Grobe Holztische und stabile Bänke bieten genügend Platz für die Dorfbevölkerung sowie für Reisende, die auf der Durchreise sind. Ein großer Kamin in der Ecke sorgt besonders an kühlen Abenden für wohlige Wärme.
Die Wirtin
Hinter dem Tresen steht meist die freundliche Wirtin Leandra Tannfels, eine Frau in den Vierzigern mit rotblondem Haar und einem ansteckenden Lachen. Leandra stammt ursprünglich aus einer Nachbarstadt, wo sie viele Jahre in einer großen Taverne gearbeitet hat. Nachdem sie ihren Mann, einen reisenden Händler, in Tannfeld kennengelernt hatte, ließ sie sich schließlich hier nieder. Sie ist bekannt für ihre herzliche Art und dafür, immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Neuigkeiten der Dorfbewohner zu haben.
Das Angebot
Auf der Karte stehen einfache, aber schmackhafte Gerichte: Eintöpfe mit Rindfleisch oder Gemüse, kräftige Brote aus der Mühle Ugoswatter und geräucherter Fisch aus dem nahen Fluss. Besonders beliebt sind Leandras hausgemachter Zwiebelkuchen und ihr aromatisches Schwarzbier, das sie gemeinsam mit einem befreundeten Brauer aus der nächsten Stadt entwickelt hat. Auch Met und Apfelmost stehen zur Auswahl.
Reisende und Gerüchte
Reisende, die im Gasthaus übernachten, können in einem der kleinen, aber sauberen Fremdenzimmer unter dem Dach schlafen. Leandra hat sogar einen kleinen Stall hinter dem Haus, in dem Pferde und Maultiere Platz finden. An den Tischen hört man oft die neuesten Gerüchte über den alten Wachturm oder die seltsamen Lichter im Morgengrauen über den Hügeln. Leandra selbst ist nicht abgeneigt, Geschichten zu erzählen oder weiterzuspinnen – solange ihre Gäste sich daran erfreuen und die Stimmung im Gasthaus gesellig bleibt.
Das Gasthaus „Zur Rast am Wirselbach“ ist so etwas wie das Herz von Tannfeld: Hier treffen sich Dorfbewohner, Reisende und Händler, um Geschichten auszutauschen, Neuigkeiten zu erfahren und gemeinsam eine fröhliche Zeit zu verbringen.